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ID Stückarten
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Das Skandalbüchlein des Carl Techet alias Sepp Schluiferer, erschienen 1909, wurde von Thomas Gassner in eine dramatische Fassung gebracht. Die satirischen Geschichten über den „Tarroler“ schlechthin haben über die Jahre nichts eingebüßt. Frech, mit viel Herz und Humor wird Nicht-Tirolern dieser ganz besondere Menschentypus nahegebracht – unbeugsam, urwüchsig, katholisch. Sie sind stolz auf ihre einmalige Sprache und leben glückselig inmitten ihrer Tiroler Berge.

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Sebastian Brants bahnbrechendes Werk „Das Narrenschiff“, erschienen gegen Ende des 15. Jahrhunderts, ist Vorbild für „Ein Narrentanz“. Auch hier begleitet uns ein Narr durch Geschichten aus dem 15./16. Jahrhundert. Die Kirche beherrscht den Alltag der Menschen. Das gemeine Volk ist der Boshaftigkeit und Willkür der Oberschicht ausgeliefert. Frauen und Mädchen werden der Hexerei denunziert, Andersgläubige werden grausam verfolgt. Aber wir begegnen auch Humanisten und mutigen Zweiflern. Die Bilder sind eindringlich und spannend, ein starkes Stück Volkstheater.

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Lauter g´spaßige G´schicht´n. Der Schnapsjörgl versucht standhaft zu bleiben und geht vorerst dem Alkohol aus dem Weg. Doch das innere Teufelchen hat die besseren Argumente, den Vorsatz aufzugeben. – Wenn ein Mannsbild auf dem Land keine g´scheiten Wadln vorzeigen kann, muss Mann zu Hilfsmitteln greifen, die aber irgendwann ans Tageslicht kommen. – Der Sohn hilft seinem schon lange verwitweten Vater des nachts beim Fensterln, damit die resche Kellnerin endlich als neue Bäuerin auf den Hof ziehen kann.

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Lauter g´spaßige G´schicht´n. So oder so könnte das dörfliche Leben um die Wende zum 20. Jahrhundert gewesen sein. Warum ein vermaledeiter Hut dran schuld ist, dass dem Martl und der Leni schon der neunte Bub in Folge geboren wird. – Als die ärztliche Versorgung auf dem Land noch nicht flächendeckend war, da musste schon der Viechdoktor einspringen. – Mit Urkunden und Landvermessen war man noch nicht so vertraut, also sucht man sich junge Zeugen für die Grenzsteinsetzung, aber die Kinder dermerken sich halt Zahlen schlecht, wenn sie von Meisen, Kuchen und Wein abgelenkt werden.

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Andreas Kerns Neubearbeitung ist darauf konzentriert, Situationen aus der ursprünglichen Erzählung Franz von Kobells, die in den bisherigen Bearbeitungen nicht vorkommen, auf die Bühne zu bringen. Inhaltlich eng der Erzählung Kobells folgend, wird mit viel Witz und Augenzwinkern ein so heutiger wie aktueller Blick auf dieses Kleinod bayerischer Literatur geworfen. Abseits von Klischees sind die traditionellen Motive erhalten geblieben - z.B. wird die SENNERIN von der Gindlalm tatsächlich von einem Stier „gstocha“ (erstochen), auch ist sie nicht mit BRANDNER verwandt.

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Ist es besser, sich in corporated Identity für die „Global Zocker Association“ den Arsch aufzureißen, oder „s’eigene Hoamat“ aus dem Dreck zu ziehen, das ist hier die Frage. In der eigenen Stube spielt die Musi. Langsam dämmert sie wieder ins Bewusstsein, wie ein fast vergessener Traum, und lässt dich nicht mehr schlafen. Wer Georg Ringsgwandl, als den schrillen bayrischen Musikclown und Karl Valentin des Rock’n Roll, kennt, wird sich über sein zartes und anrührendes Stück wundern und sich trotzdem an seiner unverwechselbaren und blitzgescheiten Poesie erfreuen.