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ID Stückarten
19

13483

Das Werk ist ein Oratorium ohne Musik, die einzelnen Abschnitte den Jahreszeiten zugeordnet. Der Lenz nimmt sich kein Blatt vor dem Mund, er zerfetzt mit einem Peitschenhieb das geliebte, sentimentale Bayerntum. Eine darwinistisch geprägte Philosophie mit einem gewaltigen Schuss gesundem Nihilismus.

8921

Erinnerungen an ein Leben. Nach dem Tod ihes Mannes zieht die 66jährige Concierge Linda D. Bilanz. Aus dem Versuch der Verdrängung wird eine Abrechnung mit einem sehr deutschen Schicksal. Der scheinbare Aufbruch in eine hoffnungsvollere selbstbestimmte Zukunft wird lediglich zur Flucht in Zigaretten und Alkohol.

8546

Max Klein, der Trafikant, philosophiert so gern wie seinerzeit der Herr Karl. Er erf?hrt die Lebensgeschichten seiner Kunden und macht sich einen Reim darauf. Er h?rt zu, fragt, ber?t und hat f?r jedes Problem eine L?sung. Er beschlie?t, seine L?sungskompetenz der Allgemeinheit zur Verf?gung zu stellen. Vor den Wahlen zum Stadtoberhaupt dr?ckt Max dem Oppositionschef bei einer Wahlveranstaltung sein politisches Programm in die Hand. Dieser nimmt das Papier mit und verspricht ihm im Falle seines Sieges einen politischen Posten ...

8545

Ein junger Mann hat sich ein Paket geschickt. Nun hofft er auf die Begegnung mit der aus der Ferne bewunderten Postbotin, dass sie ihn aus seiner Einsamkeit befreien möge. Er plant und verwirft Sätze und Momente des ersten Treffens und spielt seine erotisch-schüchterne Fiktion in allen Möglichkeiten durch. So entsteht ein lustvoller "Versuch eines Entwurfs einer Theorie des Anfangs", ein gedankenverschrobener, komischer und alltagsphilosophischer, leichtfüßiger Text in der knappen Stunde vor der erhofften Begegnung.

8544

Held bzw. Anitheld ist ein Stra?enbahnfahrer, der t?glich auf der Ringstra?e seine Runden dreht. Er ist gerade allein zu Hause und muss auf das Baby aufpassen, da seine Frau bei einer Freundin zu Besuch ist. Besonders gut gelaunt scheint er nie zu sein, aber heute ist er regelrecht frustriert, weil nicht nur der Fernseher kaputt, sondern auch kein Bier mehr im K?hlschrank ist. Nun redet er sich seine Sorgen von der Seele. Sein Monolog, zwischen Opportunismus und Frustration schwankend, wird zu einer bitteren Abrechnung mit seiner beruflichen und privaten Existenz.

8263

Das Monolithische Theater des Philipp Mosetter stampft fröhlich in seiner kultivierten Depression kreuzweise über die Absurde hinweg. Dort trifft es auf die verwehten Spuren eines Daniil Charms. Die Suche nach dem Glück in all seiner Sinnlosigkeit ist in Mosetters Beschreibungen pures Kabarett. Schwarzer, abgrundtiefer Humor liegt auf dieser Lebenswahrnehmung, die umso mehr das Lachen hervorjagt.