eigentum (let's face it we're fucked)
Komödie von Köck Thomas
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Thomas Köck hat eine Komödie geschrieben. Eine Sci-Fi-Komödie, die sich zwischen Vulkaninseln im Pazifik anno 1773, Massenbesichtigungen heute, Cyborgs und Raumkapseln abspielt. Im Zentrum steht ein mysteriöses, scheinbar allumfassendes Haus, das zu Beginn von Jonas, einer als Matrosin getarnten Frau an Bord eines Expeditionsschiffs entdeckt wird, in dem Zeiten, Körper, und Welten ineinanderstürzen, in dem schließlich eine Massenbesichtigung zu einem Bürgerkrieg führt und das am Ende von Stix, halb Kind, halb Cyborg, das alle diese Ebenen umkreist, wie eine stumme Warnung aus der Zukunft, einfach auf seine eigene Vergänglichkeit hin geöffnet wird, denn, wie sagt Stix so treffend: »nicht für uns / war dieses haus / gemacht / für euch sowieso nicht«. Und dann gibt es da noch eine seltsame, singende Maklerin, oder war das Jonas oder Stix oder die Gewinnerin des Eigentums? Und Moment! Wer hat heute überhaupt noch eine Chance auf Eigentum? Mit Chiffren postkolonialer Theorie, einer gehörigen Portion cyborgism, post-punk, xenofeminism und dark ecology im Gepäck hat Thomas Köck einen Text fürs Theater geschrieben, in dem er die allgegenwärtigen Fragen von Eigentum, Besitz und globaler, planetarischer Verantwortung auf überraschende Weise miteinander kollidieren lässt, binäre Genderzuschreibungen auflöst und mit dem Chor der Cyborgkinder schließlich auch die Körper selbst denn vielleicht sind letztlich sie es, die uns an der Dynamik von Ressourcenausbeutung und Besitzdenken festhalten lassen. Und vielleicht sind sie es auch, denen die Zukunft jenseits des Menschen längst gehört, eine Zukunft, in der die Cyborgkids auf jeden Fall noch eine Menge Lieder zu singen haben werden.