Servus Bayern
Schauspiel von Achternbusch Herbert
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Ein Doppelporträt: Erstens: Ein Potrait des Dichters als Wilderer. Zweitens: Ein Portiat Bayerns, "dieses dunklen Landes der Schweinemast und Autoindustrie." Der Dichter: Ein Einsamer im einsamen Biergarten des Bierbich1er-Gasthauses in Anbach am Stamberger See, bewaffnet mit Schreibmaschine und Bierkrug. "Die einzigen wahren Dinge sind das Bier und die Einsamkeit." Der Dichter mit weißem Papst- oder Tropenhut und Christussandalen über die Geliebte, die Heimat: ,,In Bayern möchte ich nicht einmal mehr gestorben sein." Desweiteren: ,,Diese Gegend hat mich kaputtgemacht und ich bleibe so lange, bis man ihr das anmerkt. A. filmt seine Phantasien in Metaphern, Schründen, Brüchen. Amateur Kino so anarchisch wie archaisch voll Tollwut zur Unvernunft und allem, was nicht glattgestriegelt ist. Fünfzehn Minutenliang ein Exkurs in einer Sache die gelernte Schauspieler nicht (oder nicht mehr) können. Annamirl Bierbichler im Liebes-Trauer-Monolog oder der Triumph des Laientums. Aus Bayern flieht der surreale Romantiker (wie das so heißt) ins ewige Eis nach Grönland, um vom Noropol mit dem Fernrohr nach der Geliebten in der Südferne zu spähen, sich totzusaufen und festzustellen: "Auf Grönland gibt es schon mehr Eis, aber nicht so viel wie bei uns."